Stadtpfarre St. Vitus Kufstein

Pfarrer Thomas Bergner

Liebe Kufsteinerinnen und Kufsteiner!

Seit 2011 darf ich bei Euch als Seelsorger tätig sein. 

Ich komme aus Bad Gastein. Gelernt habe ich den Beruf des Einzelhandelskaufmannes, 11 Jahre war ich in einer Eisenhandlung tätig. Danach habe ich als Kellner in verschieden Lokalen gearbeitet. Das waren für mich sehr lehrreiche Jahre. Nebenbei war ich in meiner Heimatpfarre in PGR tätig. 1995 begann ich die Ausbildung zum ständigen Diakon und wurde 1999 von Erzbischof Eder geweiht. Ich habe im Seniorenheim als Pfleger gearbeitet und konnte in diesem Tätigkeitsbereich meinen diakonalen Dienst sehr gut einbringen, Menschen auf ihrer letzten Wegstrecke zu begleiten und für sie dazu sein. Diese Zeit hat mich sehr geprägt, manchmal bin ich dadurch auch an meine Grenzen gestoßen, denn der Tod ist immer noch eine Grauzone, mit der sich die Menschen nicht gerne beschäftigen. Auch die Frage nach Gott ist immer wieder gekommen, wenn Lebensgeschichten und Lebenswege reflektiert worden sind - ob von den Sterbenden oder deren Angehörigen.

Ich habe weiter die Ausbildung zum Pastoralassistenten begonnen, in St. Johann im Pongau war ich dann als Praktikant tätig. Danach bekam ich vom Herrn Erzbischof Dr. Alois Kothgasser die Möglichkeit, in Heiligenkreuz Theologie zu studieren und wurde am Christkönigsonntag 2007 zum Priester geweiht.

In einem Gedicht heißt es: „Ich gehe meinen Weg durch diese Welt und danke Gott, dass er mitgeht. Alles verstehe ich nicht, aber ich freue mich an seiner Schöpfung. Ich gehe meinen Weg auch wenn es dunkel wird und habe keine Angst. Denn du mein Gott der Liebe gehst mit mir."

Ich möchte diesen Weg gemeinsam mit Euch gehen. Wir werden viel erleben und auch viel zu tun haben, aber gemeinsam sind wir stark. Wer alleine kämpft, braucht doppelt so viel Kraft und ermüdet schnell, - wir als Pfarrgemeinde müssen mit unserer Kraft gut haushalten, damit wir uns nicht überfordern und auch jene, die mit uns gehen.

Besonders eines ist für mich in meiner Arbeit als Seelsorger wichtig geworden: Gut hinhören und hinschauen, denn nur so können wir die Sorgen und Nöte der Menschen wahrnehmen. Nicht das Laute in unserer Welt braucht Hilfe, sondern das Verborgene. Auch das Zweite Vatikanum spricht davon, die Ängste, Sorgen und Nöte der Menschen zu den eigenen zu machen. Diese Sorgen gilt es anzupacken und miteinander zu verändern, sodass sich alle bei uns wohl fühlen können. So wird Pfarrgemeinde erlebbar!

Ein sichtbares Zeichen sollen wir sein in unserer Welt. Das ist der Auftrag, den alle Getauften haben. So stehen wir in der Nachfolge Jesu, in seinen „Fußstapfen". Auch für Ihn war dieser Weg nicht leicht, aber er hat geglaubt u. vertraut. Jesus hat den Menschen das Gebot der Nächstenliebe mitgegeben - „Liebt einander wie ich euch geliebt habe." (Joh.) Das war auch mein Primizspruch. Wenn wir jedem in Liebe begegnen werden wir auch Lösungen finden.

Euer Pfarrer Thomas Bergner

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